Lazy G
10.01.2007, 14:11
09.01.2007
Im vergangenen Sommer kam Daniel van Buyten, Spitzname „The Rock“, zum FC Bayern und auf Anhieb war der 1,96 Meter große und 96 Kilogramm schwere Belgier in der Vorrunde allzu oft der Fels in der Hintermannschaft des FC Bayern. Als einziger FCB-Profi hat er alle 26 Pflichtspiele der Hinrunde bestritten.
Zwischen den Trainingseinheiten in Dubai nahm sich der 28 Jahre alte Innenverteidiger Zeit für ein Interview mit fcbayern.de. Darin zog er nicht nur Bilanz unter sein erstes Halbjahr in München, sondern offenbarte auch eine alte Liebe.
Das Interview mit Daniel van Buyten:
fcbayern.de: Daniel, ihr seid jetzt schon ein paar Tage im Trainingslager. Was sind Deine Eindrücke von Dubai?
Van Buyten: „Ich bin zum ersten Mal hier. Dubai ist ein sehr schönes Land und ich fühle mich wohl. Aber wir haben hier die Aufgabe, ein gutes Trainingslager zu machen. Dafür sind die Bedingungen gut. Wir haben ein sehr schönes Hotel, gute Plätze und das Wetter passt. Natürlich sehen wir auch die vielen Hochhäuser, daran ist man nicht gewohnt. Am wichtigsten ist aber, dass wir hier abreisen und sagen: Wir haben gut gearbeitet.“
fcbayern.de: Du stammst aus einer Sportlerfamilie, Dein Vater war selbst Profi-Sportler. Fällt Dir das Konditionstraining leichter als anderen?
Van Buyten: „Es stört mich nicht, wenn es manchmal hart ist. Ich weiß, dass du dir nur durch solche Trainingseinheiten die Kraft für die Spiele holst. Es ist besser, sich jetzt in der Vorbereitung zu quälen, als später im Spiel Schwierigkeiten zu haben. Wenn man die Arbeit im Trainingslager macht, kann man das Spiel mehr genießen.“
fcbayern.de: Ist man in der Vorbereitung bereit, sich mehr zu quälen, weil man weiß, dass im Februar Real Madrid wartet?
Van Buyten: „Natürlich wissen wir, dass wir irgendwann gegen Real spielen, aber im Moment ist in unserem Kopf nur die Vorbereitung. Hier wirst du fit, gerade für so ein Spiel gegen Real. Deswegen musst du deinen Kopf hier haben und nicht bei Real.“
fcbayern.de: Inzwischen bist Du ein halbes Jahr beim FC Bayern. Wie fällt Deine Bilanz aus?
Van Buyten: „Mit mir selbst bin ich zufrieden. Ich habe alle Spiele gemacht bei einem Top-Klub, in dem die Konkurrenz größer ist als anderswo. Was die Ergebnisse betrifft, haben wir ein paar Spiele verloren, die ich lieber gewonnen hätte. Jetzt geht es in die Rückrunde, da hoffe ich vor allem, dass wir mehr Stabilität in unsere Ergebnisse kriegen.“
fcbayern.de: Du sagst es: Als einziger Bayern-Profi hast Du in der Vorrunde alle Spiele bestritten. Bestätigt Dich dies in Deinem Wechsel nach München?
Van Buyten: „Ich wusste von Anfang an, dass der Wechsel zum FC Bayern für mich richtig ist. Als sich der Klub gemeldet hat, habe ich sofort gesagt: Ich möchte dorthin gehen. Mit ist es vor allem wichtig, dass ich bei einem Verein bin, in dem ich mich gut fühle – und als der Kontakt zum FC Bayern kam, wusste ich sofort, dass ich mich wohl fühlen werde. Bayern ist einfach der Verein, den ich liebe. Ich liebe, wie er strukturiert ist, seine Geschichte und alles. Schon als Kind habe ich immer von Bayern geträumt. Ich fühle mich hier zuhause.“
fcbayern.de: Das kann man wohl sagen. Du hast in der Kabine auch schnell das Wort ergriffen. Hattest Du das Gefühl, dass Du in München nicht nur als Verteidiger gefragt bist, sondern auch als jemand, der eine Führungsrolle übernimmt?
Van Buyten: „Ja, ich hatte das Gefühl, dass das gebraucht wird und ich es machen muss. Am Ende der Saison will ich Meister sein, dafür gebe ich alles. Wenn man im Spiel spürt, dass irgendwas nicht stimmt, dass eine negative Welle kommt, dann muss man die Mannschaft darauf aufmerksam machen, dann sage ich es einfach. So habe ich es auch in Hamburg und Marseille gemacht. Dort ist es ist immer positiv angekommen und deswegen habe ich mir gesagt: So mache ich weiter. Wir haben viele junge Spieler, aber alle nehmen Kritik an. Die gesamte Mannschaft ist sehr professionell. Das ist gut.“
fcbayern.de: Du hast gesagt, in der Hinrunde seid ihr nicht stabil genug gewesen. Wie könnt ihr das in der Rückrunde ändern?
Van Buyten: „Erstens durch eine gute Vorbereitung, in der vielleicht auch die Verletzten zurückkommen und es dadurch mehr Konkurrenz gibt. Zweitens wissen wir, was nicht gut gelaufen ist. Wir haben Spiele verloren, weil unser Verhalten auf dem Platz nicht optimal war. Manchmal haben wir zu sehr nach vorne gespielt und sind dann vorne stehen geblieben. Das ist nicht gut. Im Hinterkopf muss immer sein: Wenn du nach vorne gehst, musst du auch sofort zurückkommen. Hinten kannst du dann Position spielen und dich ausruhen, vielleicht geht dann ein anderer an deiner Stelle. Wir haben das alles schon besprochen und danach ist es ein bisschen besser geworden. Wir müssen aber weiter an diesem Automatismus arbeiten.“
fcbayern.de: Zum Beispiel in den Vorbereitungsspielen. Dabei triffst Du im kleinen Finale des Dubai-Cups auf Deinen Ex-Klub Olympique Marseille. Freust Du Dich darauf?
Van Buyten: „Das ist schon lustig. Es ist das erste Mal, dass ich wieder gegen Marseille spiele. Ich habe dort ein paar sehr gute Jahre verbracht. Es haben zwar viele Spieler gewechselt, aber ich würde bestimmt noch einige kennen. Ich habe auch noch ein paar Kontakte zum Verein, die ich ab und zu am Telefon habe – aber noch nicht, seitdem wir in Dubai sind.“
fcbayern.de: In Dubai ist zurzeit außerdem der Hamburger SV, ein weiterer Ex-Klub von Dir. Hast Du einen Besuch geplant?
Van Buyten: „Auch wenn ich könnte, würde ich es nicht machen. Wir sind hier, um zu arbeiten. Die Pausen zwischen den Trainingseinheiten müssen wir nutzen, um uns auszuruhen. Der HSV hat eine gute Vorbereitung zu machen, wir haben eine gute Vorbereitung zu machen. Ende Januar haben wir sowieso noch ein Vorbereitungsspiel in Hamburg – da sehen wir uns wieder.“
Im vergangenen Sommer kam Daniel van Buyten, Spitzname „The Rock“, zum FC Bayern und auf Anhieb war der 1,96 Meter große und 96 Kilogramm schwere Belgier in der Vorrunde allzu oft der Fels in der Hintermannschaft des FC Bayern. Als einziger FCB-Profi hat er alle 26 Pflichtspiele der Hinrunde bestritten.
Zwischen den Trainingseinheiten in Dubai nahm sich der 28 Jahre alte Innenverteidiger Zeit für ein Interview mit fcbayern.de. Darin zog er nicht nur Bilanz unter sein erstes Halbjahr in München, sondern offenbarte auch eine alte Liebe.
Das Interview mit Daniel van Buyten:
fcbayern.de: Daniel, ihr seid jetzt schon ein paar Tage im Trainingslager. Was sind Deine Eindrücke von Dubai?
Van Buyten: „Ich bin zum ersten Mal hier. Dubai ist ein sehr schönes Land und ich fühle mich wohl. Aber wir haben hier die Aufgabe, ein gutes Trainingslager zu machen. Dafür sind die Bedingungen gut. Wir haben ein sehr schönes Hotel, gute Plätze und das Wetter passt. Natürlich sehen wir auch die vielen Hochhäuser, daran ist man nicht gewohnt. Am wichtigsten ist aber, dass wir hier abreisen und sagen: Wir haben gut gearbeitet.“
fcbayern.de: Du stammst aus einer Sportlerfamilie, Dein Vater war selbst Profi-Sportler. Fällt Dir das Konditionstraining leichter als anderen?
Van Buyten: „Es stört mich nicht, wenn es manchmal hart ist. Ich weiß, dass du dir nur durch solche Trainingseinheiten die Kraft für die Spiele holst. Es ist besser, sich jetzt in der Vorbereitung zu quälen, als später im Spiel Schwierigkeiten zu haben. Wenn man die Arbeit im Trainingslager macht, kann man das Spiel mehr genießen.“
fcbayern.de: Ist man in der Vorbereitung bereit, sich mehr zu quälen, weil man weiß, dass im Februar Real Madrid wartet?
Van Buyten: „Natürlich wissen wir, dass wir irgendwann gegen Real spielen, aber im Moment ist in unserem Kopf nur die Vorbereitung. Hier wirst du fit, gerade für so ein Spiel gegen Real. Deswegen musst du deinen Kopf hier haben und nicht bei Real.“
fcbayern.de: Inzwischen bist Du ein halbes Jahr beim FC Bayern. Wie fällt Deine Bilanz aus?
Van Buyten: „Mit mir selbst bin ich zufrieden. Ich habe alle Spiele gemacht bei einem Top-Klub, in dem die Konkurrenz größer ist als anderswo. Was die Ergebnisse betrifft, haben wir ein paar Spiele verloren, die ich lieber gewonnen hätte. Jetzt geht es in die Rückrunde, da hoffe ich vor allem, dass wir mehr Stabilität in unsere Ergebnisse kriegen.“
fcbayern.de: Du sagst es: Als einziger Bayern-Profi hast Du in der Vorrunde alle Spiele bestritten. Bestätigt Dich dies in Deinem Wechsel nach München?
Van Buyten: „Ich wusste von Anfang an, dass der Wechsel zum FC Bayern für mich richtig ist. Als sich der Klub gemeldet hat, habe ich sofort gesagt: Ich möchte dorthin gehen. Mit ist es vor allem wichtig, dass ich bei einem Verein bin, in dem ich mich gut fühle – und als der Kontakt zum FC Bayern kam, wusste ich sofort, dass ich mich wohl fühlen werde. Bayern ist einfach der Verein, den ich liebe. Ich liebe, wie er strukturiert ist, seine Geschichte und alles. Schon als Kind habe ich immer von Bayern geträumt. Ich fühle mich hier zuhause.“
fcbayern.de: Das kann man wohl sagen. Du hast in der Kabine auch schnell das Wort ergriffen. Hattest Du das Gefühl, dass Du in München nicht nur als Verteidiger gefragt bist, sondern auch als jemand, der eine Führungsrolle übernimmt?
Van Buyten: „Ja, ich hatte das Gefühl, dass das gebraucht wird und ich es machen muss. Am Ende der Saison will ich Meister sein, dafür gebe ich alles. Wenn man im Spiel spürt, dass irgendwas nicht stimmt, dass eine negative Welle kommt, dann muss man die Mannschaft darauf aufmerksam machen, dann sage ich es einfach. So habe ich es auch in Hamburg und Marseille gemacht. Dort ist es ist immer positiv angekommen und deswegen habe ich mir gesagt: So mache ich weiter. Wir haben viele junge Spieler, aber alle nehmen Kritik an. Die gesamte Mannschaft ist sehr professionell. Das ist gut.“
fcbayern.de: Du hast gesagt, in der Hinrunde seid ihr nicht stabil genug gewesen. Wie könnt ihr das in der Rückrunde ändern?
Van Buyten: „Erstens durch eine gute Vorbereitung, in der vielleicht auch die Verletzten zurückkommen und es dadurch mehr Konkurrenz gibt. Zweitens wissen wir, was nicht gut gelaufen ist. Wir haben Spiele verloren, weil unser Verhalten auf dem Platz nicht optimal war. Manchmal haben wir zu sehr nach vorne gespielt und sind dann vorne stehen geblieben. Das ist nicht gut. Im Hinterkopf muss immer sein: Wenn du nach vorne gehst, musst du auch sofort zurückkommen. Hinten kannst du dann Position spielen und dich ausruhen, vielleicht geht dann ein anderer an deiner Stelle. Wir haben das alles schon besprochen und danach ist es ein bisschen besser geworden. Wir müssen aber weiter an diesem Automatismus arbeiten.“
fcbayern.de: Zum Beispiel in den Vorbereitungsspielen. Dabei triffst Du im kleinen Finale des Dubai-Cups auf Deinen Ex-Klub Olympique Marseille. Freust Du Dich darauf?
Van Buyten: „Das ist schon lustig. Es ist das erste Mal, dass ich wieder gegen Marseille spiele. Ich habe dort ein paar sehr gute Jahre verbracht. Es haben zwar viele Spieler gewechselt, aber ich würde bestimmt noch einige kennen. Ich habe auch noch ein paar Kontakte zum Verein, die ich ab und zu am Telefon habe – aber noch nicht, seitdem wir in Dubai sind.“
fcbayern.de: In Dubai ist zurzeit außerdem der Hamburger SV, ein weiterer Ex-Klub von Dir. Hast Du einen Besuch geplant?
Van Buyten: „Auch wenn ich könnte, würde ich es nicht machen. Wir sind hier, um zu arbeiten. Die Pausen zwischen den Trainingseinheiten müssen wir nutzen, um uns auszuruhen. Der HSV hat eine gute Vorbereitung zu machen, wir haben eine gute Vorbereitung zu machen. Ende Januar haben wir sowieso noch ein Vorbereitungsspiel in Hamburg – da sehen wir uns wieder.“