Lalex
16.01.2007, 12:50
Nikes Offerte bringt DFB ins Grübeln
München - In den anstehenden Verhandlungen über einen neuen Ausrüstervertrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hofft Präsident Theo Zwanziger auf ein verbessertes Angebot des bisherigen Partners adidas und die Unterstützung von Bayerns Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge.
Zwanziger hat schon jetzt die schwerste Entscheidung des Jahres auf dem Tisch
"Vielleicht gelingt es Rummenigge durch seine glänzenden Beziehungen nach Herzogenaurach, dass wir von dort auch eine gute Offerte erhalten, damit sich das Problem nicht stellt", sagt Zwanziger in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung, in dem er zugleich von der "schwersten Entscheidung des Jahres" für das DFB-Präsidium sprach.
Der amerikanische Sportartikel-Gigant Nike hat dem DFB ein Angebot unterbreitet, 2011 einen Ausrüstervertrag mit dem größten Sportfachverband der Welt über zunächst acht Jahre abzuschließen.
Angeblich will das Unternehmen dafür rund 500 Millionen Euro an den DFB zahlen.
adidas seit 1954 Partner des DFB
Der bisherige Ausrüster adidas, seit 1954 an der Seite des DFB, geht seinerseits davon aus, dass gemäß einer mündlichen Vereinbarung vom vergangenen Sommer der bestehende Kontrakt bis mindestens 2014 verlängert wird.
adidas zahlt allerdings nach Schätzungen gerade mal ein Sechstel der vom Konkurrenten angebotenen Summe.
"Ein klarer Konflikt"
"Dieses Angebot hat uns geehrt. Wir spüren, dass das Interesse am deutschen Fußball weiter gestiegen ist. Auf der anderen Seite beschert es uns einen klaren Konflikt mit einem langjährigen Partner", sagt Zwanziger und beschreibt das Dilemma.
Der 61-Jährige stellt aber klar: "Zuerst verhandeln wir mit adidas, ob wir Leistung und Gegenleistung in ein richtiges Verhältnis bringen können. Es geht hier um eine wirtschaftliche Zusammenarbeit und weniger um Tradition. Ob mit adidas oder Nike - wenn es zu einem Mehrerlös kommt, werden wir ganz klar offen legen, wie das Geld verwendet wird", erklärt Zwanziger.
Zwanziger hofft auf Kooperation
Dass es zu einem Konflikt mit der Liga kommt, glaubt der DFB-Boss nicht, obwohl Rummenigge angekündigt hatte, dass Bayern-Nationalspieler kaum in einem Nike-Trikot spielen werden:
"Rummenigge ist durch die Liga ja auch in die Entscheidung eingebunden. Bisher hatten Spieler von Nike-Klubs wie Hertha kein Problem, bei uns in adidas zu spielen."
Auch Nationalspieler könnten profitieren
Falls es zu einem Abschluss kommen sollte, der die wirtschaftliche Seite des Verbandes stark verbessert, sollen auch die Nationalspieler von diesem Geldsegen profitieren:
"Ohne Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski hätten wir ja auch kein Nationalteam. Deshalb wäre es in Ordnung, wenn die Frage nach höheren Prämien gestellt würde."
DFB wird für Johansson stimmen
Wichtig sei aber, dass für den Entwicklungsbereich des DFB ein erheblicher Anteil übrig bleiben müsse. Denn nur dann hätte die Basis Verständnis für die Profis.
Zugleich bekräftigte Zwanziger, dass der DFB in der kommenden Woche bei der Wahl zum Uefa-Präsidenten den bisherigen Amtsinhaber Lennart Johansson unterstütze werde und nicht den 26 Jahre jüngeren Herausforderer Michel Platini:
"Das haben wir Platini persönlich schon erklärt und er hat unsere Position verstanden: Es kann keinen Zweifel geben, dass wir Lennart Johansson wählen werden. Ohne ihn hätte es keine WM 2006 in Deutschland gegeben. Was wären wir für Krämerseelen, wenn wir so undankbar wären."
Quelle: Sport1.de
Ist wieder typisch, Bayern-Spieler werden wohl kaum in einem Nike-Trikot auflaufen :rolleyes:
Nike bietet 6x so viel, wie adidas momentan zahlt. Ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, auch wenn ich hoffe, dass adidas nochmal draufzahlt und Ausrüster bleibt.
München - In den anstehenden Verhandlungen über einen neuen Ausrüstervertrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hofft Präsident Theo Zwanziger auf ein verbessertes Angebot des bisherigen Partners adidas und die Unterstützung von Bayerns Münchens Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge.
Zwanziger hat schon jetzt die schwerste Entscheidung des Jahres auf dem Tisch
"Vielleicht gelingt es Rummenigge durch seine glänzenden Beziehungen nach Herzogenaurach, dass wir von dort auch eine gute Offerte erhalten, damit sich das Problem nicht stellt", sagt Zwanziger in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung, in dem er zugleich von der "schwersten Entscheidung des Jahres" für das DFB-Präsidium sprach.
Der amerikanische Sportartikel-Gigant Nike hat dem DFB ein Angebot unterbreitet, 2011 einen Ausrüstervertrag mit dem größten Sportfachverband der Welt über zunächst acht Jahre abzuschließen.
Angeblich will das Unternehmen dafür rund 500 Millionen Euro an den DFB zahlen.
adidas seit 1954 Partner des DFB
Der bisherige Ausrüster adidas, seit 1954 an der Seite des DFB, geht seinerseits davon aus, dass gemäß einer mündlichen Vereinbarung vom vergangenen Sommer der bestehende Kontrakt bis mindestens 2014 verlängert wird.
adidas zahlt allerdings nach Schätzungen gerade mal ein Sechstel der vom Konkurrenten angebotenen Summe.
"Ein klarer Konflikt"
"Dieses Angebot hat uns geehrt. Wir spüren, dass das Interesse am deutschen Fußball weiter gestiegen ist. Auf der anderen Seite beschert es uns einen klaren Konflikt mit einem langjährigen Partner", sagt Zwanziger und beschreibt das Dilemma.
Der 61-Jährige stellt aber klar: "Zuerst verhandeln wir mit adidas, ob wir Leistung und Gegenleistung in ein richtiges Verhältnis bringen können. Es geht hier um eine wirtschaftliche Zusammenarbeit und weniger um Tradition. Ob mit adidas oder Nike - wenn es zu einem Mehrerlös kommt, werden wir ganz klar offen legen, wie das Geld verwendet wird", erklärt Zwanziger.
Zwanziger hofft auf Kooperation
Dass es zu einem Konflikt mit der Liga kommt, glaubt der DFB-Boss nicht, obwohl Rummenigge angekündigt hatte, dass Bayern-Nationalspieler kaum in einem Nike-Trikot spielen werden:
"Rummenigge ist durch die Liga ja auch in die Entscheidung eingebunden. Bisher hatten Spieler von Nike-Klubs wie Hertha kein Problem, bei uns in adidas zu spielen."
Auch Nationalspieler könnten profitieren
Falls es zu einem Abschluss kommen sollte, der die wirtschaftliche Seite des Verbandes stark verbessert, sollen auch die Nationalspieler von diesem Geldsegen profitieren:
"Ohne Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski hätten wir ja auch kein Nationalteam. Deshalb wäre es in Ordnung, wenn die Frage nach höheren Prämien gestellt würde."
DFB wird für Johansson stimmen
Wichtig sei aber, dass für den Entwicklungsbereich des DFB ein erheblicher Anteil übrig bleiben müsse. Denn nur dann hätte die Basis Verständnis für die Profis.
Zugleich bekräftigte Zwanziger, dass der DFB in der kommenden Woche bei der Wahl zum Uefa-Präsidenten den bisherigen Amtsinhaber Lennart Johansson unterstütze werde und nicht den 26 Jahre jüngeren Herausforderer Michel Platini:
"Das haben wir Platini persönlich schon erklärt und er hat unsere Position verstanden: Es kann keinen Zweifel geben, dass wir Lennart Johansson wählen werden. Ohne ihn hätte es keine WM 2006 in Deutschland gegeben. Was wären wir für Krämerseelen, wenn wir so undankbar wären."
Quelle: Sport1.de
Ist wieder typisch, Bayern-Spieler werden wohl kaum in einem Nike-Trikot auflaufen :rolleyes:
Nike bietet 6x so viel, wie adidas momentan zahlt. Ist auf jeden Fall eine Überlegung wert, auch wenn ich hoffe, dass adidas nochmal draufzahlt und Ausrüster bleibt.