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Rautenfreund
22.03.2007, 15:55
Die spinnen doch die UEFA-Fuzzies

Onkel
22.03.2007, 16:11
Die spinnen doch die UEFA-Fuzzies

Und wo ist die Neuigkeit? Diese Regel gibt es schon seit 2005. Deshalb kann RvV auch nach der Saison 07/08 für kleines Geld den Verein verlassen. Genauso wie es DvB nach dieser Saison hätte machen können.

DvB wurde auch deshalb verkauft ;)

1988Timo
22.03.2007, 16:42
die regelung is fürn arsch

so is doch jeder vertrag im grunde nen witz :mad::mad:






hsvklatschhsvklatschNURDERHSVhsvklatschhsvklatsch

Komapietsch
22.03.2007, 17:41
Hier ist dieser ominöse Artikel:


Artikel 17 – Folgen einer Vertragsauflösung ohne triftigen Grund
Löst eine Partei einen Vertrag ohne triftigen Grund auf, kommen folgende
Bestimmungen zur Anwendung:
1. Die vertragsbrüchige Partei ist in jedem Fall zur Zahlung einer Entschädigung
verpflichtet. Vorbehaltlich der Bestimmungen in Art. 20 und Anhang 4
zur Ausbildungsentschädigung und sofern vertraglich nichts anderes
vereinbart wurde, werden bei der Festlegung der Entschädigung aufgrund
eines Vertragsbruchs nationales Recht, die Besonderheit des Sports sowie
alle anderen objektiven Kriterien berücksichtigt. Darunter fallen insbesondere
die Entlohnung und andere Leistungen, die dem Spieler gemäß
gegenwärtigem und/oder neuem Vertrag zustehen, die verbleibende Vertragslaufzeit
bis maximal fünf Jahre, die Höhe von Gebühren und Ausgaben,
für die der ehemalige Verein aufgekommen ist (und die über die
Dauer des Vertrags amortisiert wurden) sowie die Frage, ob sich der
Vertragsbruch während der Schutzzeit ereignete.
2. Das Recht auf Entschädigung kann nicht an Dritte abgetreten werden.
Hat ein Berufsspieler eine Entschädigung zu bezahlen, gelten für ihn und
den neuen Verein sowohl eine Kollektiv- als auch eine Einzelhaftung.
Der Betrag kann vertraglich festgelegt oder zwischen den Vertragsparteien
vereinbart werden.
3. Im Falle eines Vertragsbruchs während der Schutzzeit kann einem Spieler
zusätzlich zur Verpflichtung, eine Entschädigung zu zahlen, auch eine
sportliche Sanktion auferlegt werden. Diese Sanktion besteht aus einer
viermonatigen Spielsperre für offizielle Spiele. In besonders schweren Fällen
beträgt die Sperre sechs Monate. Diese Sanktionen treten mit Beginn
der darauf folgenden Spielzeit für den neuen Verein in Kraft. Ein einseitiger
Vertragsbruch ohne triftigen Grund oder sportlich triftigen Grund nach der
Schutzzeit zieht keine sportlichen Sanktionen nach sich. Außerhalb der
Schutzzeit können Disziplinarmaßnahmen ausgesprochen werden, wenn
die Vertragsauflösung nicht fristgerecht mitgeteilt wird (innerhalb von
fünfzehn Tagen nach dem letzten Spiel der Spielzeit). Die Schutzzeit setzt
wieder ein, wenn die Laufzeit des alten Vertrags verlängert wird.
4. Im Falle eines Vertragsbruchs oder bei Anstiftung zum Vertragsbruch in der
Schutzzeit können einem Verein zusätzlich zur Verpflichtung, eine Entschädigung
zu zahlen, auch sportliche Sanktionen auferlegt werden. Ein Verein,
der einen Berufsspieler, der seinen Vertrag ohne triftigen Grund aufgelöst
hat, unter Vertrag nimmt, macht sich der Anstiftung zum Vertragsbruch
schuldig, es sei denn, er kann den Gegenbeweis antreten. Als Sanktion
wird dem fehlbaren Verein für zwei Registrierungsperioden die Registrierung
von Spielern auf nationaler und internationaler Ebene verweigert.
5. Personen, die den FIFA-Statuten und -Reglementen unterstehen (Vereinsoffizielle,
Spielervermittler, Spieler usw.) und zur Erleichterung eines Spielertransfers
zum Vertragsbruch zwischen dem Spieler und seinem Verein
anstiften, werden bestraft.

>Nur was genau ist jetzt die Schutzzeit???? Ist das für Spieler unter 28Jahren 3Jahre und für über 28jährige 2Jahre oder ist die Schutzzeit die gesamte Vertragslaufzeit???
Und noch was. In der Sport Bild steht wörtlich: ": "..zwar versuchen die Vereinsbosse die Klausel 17 herunterzuspielen, indem sie darauf hinweisen, dass ein TRIFTIGER GRUND wie Unzufriedenheit vorliegen müsse. Doch der ließe sich bewusst herbeiführen, etwa durch eine Prügelei auf dem Platz!"
Muss jetzt doch ein triftiger Grund vorliegen, oder wie?????

Für mich ist das alles ein ganz großes Fragezeichen????????????????

Maetthy
22.03.2007, 18:07
DvB wurde auch deshalb verkauft ;)

DvB ist m.E. auch der erste Drecks*ck, der damit gedroht hat. Ein Grund mehr, im die Pest an den Arsch zu wünschen.

Mit Bezug auf den einzigen anderen Spieler in unserem Kader, für den sich auch andere Vereine interessieren könnten: Ist das nciht genau der Zeitpunkt, zu dem auch sowieso für 1.5 Mios verschwinden könnte? Dann: Warum die Aufregung?

Onkel
22.03.2007, 19:22
DvB ist m.E. auch der erste Drecks*ck, der damit gedroht hat. Ein Grund mehr, im die Pest an den Arsch zu wünschen.

Mit Bezug auf den einzigen anderen Spieler in unserem Kader, für den sich auch andere Vereine interessieren könnten: Ist das nciht genau der Zeitpunkt, zu dem auch sowieso für 1.5 Mios verschwinden könnte? Dann: Warum die Aufregung?


Er kann auf Grund dieser Regel für 1,5 Mio den Verein verlassen ;)

Ob DvB wirklich gedroht hat oder ob Didi ( zum Glück !? ) die Regel kannte und uns so ein paar Mio gerettet hat kann ich nicht beurteilen.


Die Regel ist im Übrigen auf den Mist von MV gewachsen. :mad: Aber Hauptsache der Kicker kommt pünklich und Kostenlos ins Haus.

Maetthy
22.03.2007, 19:34
Er kann auf Grund dieser Regel für 1,5 Mio den Verein verlassen ;)

Dann finde ich es nur gut, dass der Verein damit von Anfang an offensiv umgegangen ist und uns hier die vermeintliche Überraschung erspart bleibt. hsvklatsch Wenn der Jung sich darauf tatsächlich beruft, dann darf er mit den gleichen Wünschen wie DvB wechseln :D

the-fan-mario
22.03.2007, 22:28
Born und Allofs für eine Änderung des Artikels 17

BREMEN (flü) Werder-Boss Jürgen L. Born und Sportchef Klaus Allofs haben sich für eine Erneuerung des Artikels 17 der FIFA-Transferordnung ausgesprochen. "Was einmal gut gemeint war, ist nicht unbedingt mehr praxisnah", meinte Allofs. Der Paragraph räumt dem Profi ein vorzeitiges Kündigungsrecht ein. Zweck ist es einmal gewesen, Spielern, die aus sportlichen Gründen nicht mehr die Möglichkeit hatten, in ihrem Verein zu spielen, "die Chance zu geben, ihren Beruf weiter ausüben zu können", erklärte der Bremer Sportchef. Diese gut gemeinte Regelung dürfe jetzt aber nicht ad absurdum geführt werden, "indem Topspieler den Artikel nutzen, um sich des Geldes wegen frühzeitig aus einem Vertrag verabschieden zu können. Daher sollte über eine Änderung des Paragraphen nachgedacht werden."

Allofs glaubt aber, dass der "Fall Webster" ein Einzelfall bleiben werde, wenngleich er sich mit dieser Meinung "nicht aus dem Fenster lehnen" will: "Das Thema zu ignorieren, wäre fahrlässig."

Auch Clubchef Jürgen Born plädiert dafür, den Paragraphen 17 zu aktualisieren. "Sollte es wirklich so weit kommen, woran ich nicht glaube, geraten die Clubs aufgrund einer gesetzlichen Misslage in Gefahr, ihre besten Spieler zu verlieren. Und die Fans werden um ihre Idole und Stars gebracht. Das ist nicht akzeptabel."

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Micoud - fast ein erster Fall

BREMEN (flü) Eigentlich hatte Werder Johan Micoud im vergangenen Sommer nicht abgeben wollen, doch der Franzose hatte schlussendlich darauf gedrängt, die Bremer trotz eines Vertrages bis 2007 verlassen zu wollen. Für drei Millionen Euro durfte der Spielmacher dann zu Girondins Bordeaux - und soll sich Gerüchten zufolge auf den Artikel 17 der FIFA-Transferordnung berufen haben. Das Gehalt Micouds für das letzte Jahr entspricht der Ablösesumme - ein Indiz zumindest für die 17er-Regelung. "Das ist falsch", entgegnet Bremens Sportdirektor Klaus Allofs: "Der Transfer von Johan steht absolut in keinem Zusammenhang mit dem Paragraphen 17." Allerdings räumte Allofs ein, dass sich Micoud bereits im Jahr 2005 einen rechtlichen Beistand genommen hatte, der auf Arbeitsrecht spezialisiert gewesen sei. "Er hat das Thema damals angeschnitten, es dann aber wieder verworfen, nachdem wir uns schlau gemacht hatten", berichtet Allofs.

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Sie wären jetzt günstig zu haben . . .

. . . sollte Paragraph 17 der FIFA-Statuten auch in der Liga umgesetzt werden

Miroslav Klose (28) kam 2004 für eine Ablösesumme von 5,2 Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern an die Weser. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2008. Bei einem geschätzten Jahresgehalt von 2,8 Millionen Euro dürfte er im Sommer für 2,8 Millionen Ablöse ins Ausland.

Torsten Frings (30) wechselte 2005 für sechs Millionen Euro vom FC Bayern. Kontrakt bis 2009, geschätztes Gehalt: 2,5 Millionen. Da er bei der Vertragsunterschrift 28 Jahre alt war, dürfte er laut FIFA-Reglement nach zwei Jahren ins Ausland - in diesem Sommer also, für nur fünf Millionen Euro (2 x 2,5).

Petri Pasanen (26) kam 2004 von Ajax Amsterdam nach Bremen. Die Ablösesumme betrug 1,4 Millionen Euro. Das Gehalt des Finnen wird auf rund 800 000 Euro jährlich geschätzt. Sein Vertrag läuft 2008 aus. Demnach könnte Pasanen laut FIFA-Regeln im Sommer für 800 000 Euro ins Ausland.

Daniel Jensen (27) wurde 2004 für eine Million Euro vom spanischen Erstligisten Real Murcia verpflichtet. Sein Vertrag in Bremen läuft bis 2008. Bei einem geschätzten Jahresgehalt von 900 000 Euro dürfte der Däne in diesem Sommer für die gleiche Summe ins Ausland wechseln.

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Syker Kreiszeitung
22.03.2006

harry1887
22.03.2007, 22:37
voll der mist

Dr. Spielchen
23.03.2007, 18:48
SPIELER ZUM SCHNÄPPCHENPREIS
"Das wäre eine traurige Entwicklung"

Stars wie Klose und Frings trotz laufenden Vertrages zum Sonderangebot: Ein Artikel in den Fifa-Statuten soll das möglich machen. Horst Heldt, Manager des VfB Stuttgart, versteht die Aufregung nicht und appelliert im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE an die Ehre der Spieler.

SPIEGEL ONLINE: Herr Heldt, haben Sie Angst um Ihre begehrten Spieler?

Heldt: Nein. Wir sehen das gelassen. Diesen Artikel im Fifa-Recht gibt es ja schon eine längere Zeit. Und wer ihn genauer betrachtet, sieht, dass hier keine direkte Gefahr für die Vereine bestehen muss.
Billige Bundesliga-Stars: Von der Geldanlage zum Schnäppchen

SPIEGEL ONLINE: Das sehen manche Medien anders.

Heldt: Es ist schon ärgerlich, wenn nicht richtig recherchiert wird. Denn es muss schon Einiges passieren, bis ein Spieler diesen Schritt wirklich geht und sagt: Ich will weg.

SPIEGEL ONLINE: Können Sie das präzisieren?

Heldt: Das Verhältnis zwischen Verein und Spieler muss bei so einem Vorgang grob gestört sein. Da reichen normale Meinungsverschiedenheiten nicht aus. Wenn ein Spieler sechs Monate nicht gespielt hat oder Strafen gegen ihn ausgesprochen wurden, dann könnte das vielleicht relevant werden.

SPIEGEL ONLINE: Können Sie die Bestimmungen dennoch verstehen?

Heldt: Das Arbeitsrecht lässt sich nicht einfach eins zu eins übersetzen. Der Artikel bezieht sich auf EU-Recht und stimmt grundsätzlich nicht mit den Gepflogenheiten des Profifußballs überein. Laut EU-Recht könnte ein Spieler ja auch vor das Arbeitsgericht ziehen, wenn er wegen einer Roten Karte wochenlang gesperrt ist. Macht ja aber auch keiner. Deswegen denke ich nicht, dass dieser Paragraph bei uns so zum Tragen kommt.

SPIEGEL ONLINE: Selbst wenn Sie dadurch billiger an Spieler herankommen könnten?

Heldt: Sicherlich nicht. Wir respektieren Verträge.

SPIEGEL ONLINE: Auch wenn es um Millionen geht?

Heldt: Im Endeffekt profitiert doch niemand davon. Der Spieler schadet seinem alten Verein und auch der neue Club steht nicht gut da. Außerdem sind auch Fußballer mündige Personen, die mit einem Vertragsabschluss zwar Rechte erwerben, aber auch Pflichten eingehen. Und diese Pflichten sind unter anderem, die Vertragsdauer zu respektieren. Und wenn jetzt diese Sache am Fall Torsten Frings aufgemacht wird, kann ich nur sagen: Der Spieler hat doch auch dem Verein viel zu verdanken. Da kann ich mir ein Vorgehen nach diesem Artikel, der in Deutschland mehrere Jahre nicht angewandt wurde, seitens des wechselwilligen Profis bei bestem Willem nicht vorstellen. Das wäre eine traurige Entwicklung, mit der ich aber nicht rechne.

Interview: Frieder Pfeiffer
Jahaa, nur das die Entwicklung schon voll im Gange ist.
Und das fett markierte riecht doch arg nach Pfeifen im Walde.