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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freier Bürger? Nein Fußballfan!


KevinHSV
23.03.2007, 15:00
Offizielle Stellungnahme der Ultras Leverkusen vom 22.03.07

Freier Bürger? Nein, Fussballfan!
Ultras Leverkusen reisen nicht nach Mainz


Im Vorfeld des UEFA-Pokalspiels Bayer 04 - RC Lens wurden zahlreiche Personen aus der Leverkusener Fanszene durch die "szenekundigen Beamten" (SKB) der Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass Ihnen für unser dortiges Auswärtsspiel ein Aufenthaltsverbot für die Stadt Mainz auferlegt wird.

Bei den mutmaßlich "Ausgesperrten" handelt es sich nicht etwa um irgendwelche Verbrecher, Gewalttäter oder Stadionverbot'ler, sondern größtenteils um Mitglieder der Ultras Leverkusen deren Herz an diesem Verein hängt und die einfach nur Ihre Mannschaft unterstützen wollen. Angekündigt wurde zudem, dass ein evtl. geplanter UL-Bus höchstwahrscheinlich nicht am Stadion ankommen würde. Bei einer Zugfahrt müsse mit intensiven Kontrollen gerechnet werden.

Die Mainzer Polizei ist uns bereits in den vergangenen beiden Jahren durch ihr unkompetentes und provokantes Auftreten negativ in Erinnerung geblieben. Staatliche Repression dieses Ausmaßes hatten wir aber selbst in Mainz bis Dato nicht für möglich gehalten.

Einem Teil der betroffenen Fans ist das Betretungsverbot heute zusätzlich in Schriftform zugestellt worden. Unabhängig von den zu prüfenden rechtlichen Schritten gegen diese Maßnahme, haben wir als Gruppe die Entscheidung gefällt dem Spiel nicht beizuwohnen. Jegliche Absprachen mit der örtlichen Polizei sind bis auf weiteres hinfällig.

Es widerstrebt unserer Mentalität sich der Exekutive zu beugen und anzusehen, wie unsere Freunde in Mainz "aussortiert" werden. Wir gehen somit bewusst der zu erwartenden Konfliktsituation aus dem Weg. Wir wollen als Fans und nicht bloß als Sicherheitsrisiko wahrgenommen werden.

Die Ultras Leverkusen solidarisieren sich auf diesem Weg mit den zu unrecht ausgeschlossenen Bayer-Fans. Es wird das erste Bundesligaspiel seit bestehen der Gruppe sein, an dem wir nicht anwesend sind. Alternativ werden wir das an diesem Tag um 14:00 Uhr stattfindende Spiel Bayer 04 II gegen Holstein Kiel besuchen.

Ihr könnt uns Glauben, dass uns diese Entscheidung selbst am meisten schmerzt. Wir entschuldigen uns bei unserer Mannschaft, die eine lautstarke Unterstützung absolut verdient hat. Wir hoffen auf euer Verständnis.

Ultras Leverkusen, 22. März 2007

KevinHSV
27.03.2007, 18:27
Kommuniqué

In den letzten Tagen und Wochen erreichten uns immer wieder schockierende Meldungen von staatlicher Willkür, Polizei-Brutalität und Missachtung aktiver Fans. Mit großer Betroffenheit mussten wir lesen und hören, wie mit Fußballfans, die alles für ihren Verein zu geben bereit sind, umgesprungen wird.

Wir erklären uns solidarisch mit den Bremer Fangruppen, die vom Choreographie-Verbot in der Ostkurve betroffen sind! Dass VIP-Logen in der Fankurve vermietet werden, offensichtlich mit dem Ziel, Stadionatmosphäre zu Geld zu machen, und im Gegenzug Choreographien verboten werden, weil ein Banner – wohlgemerkt vor Anpfiff der Partie - vor den VIP-Räumen platziert worden war, ist eine Frechheit sondergleichen. Hier gilt für uns der Leitspruch „Football is for you and me, not for fucking industry!“ mehr denn je.
Solidarität mit der Bremer Fanszene!

Wir erklären uns, bei aller Abneigung gegenüber Hannover, solidarisch mit der Roten Kurve Hannover! Vereinspräsident Martin Kind hat angekündigt, Geldstrafen für das Fehlverhalten einzelner an den Fanverband Rote Kurve weitergeben zu wollen. Konkret geht es hier um das Zünden von Rauchpulver. Dabei ignoriert man geflissentlich die Bemühungen der aktiven Fans, das bestmöglich zu unterbinden, ebenso wie die Beteuerungen seitens der organisierten Fans, die Verursacher der Geldstrafe nicht zu kennen. Diese Art der Kollektivstrafe für Vorfälle, an denen diejenigen, die bestraft werden sollen, nicht beteiligt waren und gegen die sie sich offen aussprechen, finden wir ungeheuerlich.
Solidarität mit der Roten Kurve Hannover!

Wir erklären uns solidarisch mit der Gruppe Ultras Leverkusen! Zahlreiche Leverkusener Ultras wurden von der Polizei mit einem Betretungsverbot für die Stadt Mainz für den Tag des Spiels 1. FSV Mainz 05 – Bayern Leverkusen belegt. Bei den Betroffenen handelt es sich weder um Hooligans noch um Personen, gegen die ein Stadionverbot ausgesprochen worden ist. Zudem wurde, so die Leverkusener, seitens der Polizei angekündigt, ein geplanter Bus der Ultras Leverkusen werde „höchstwahrscheinlich nicht am Stadion ankommen“ und bei einer Zugfahrt nach Mainz müsse „mit intensiven Kontrollen gerechnet werden“. Die Ultras Leverkusen haben sich angesichts dieser massiven Drohungen entschieden, aus Verbundenheit mit ihren präventiv bestraften Freunden oben genanntes Spiel zu boykottieren. Die Art und Weise, wie hier Fußballfans, die ihre Mannschaft unterstützen möchten und gegen die kein Stadionverbot vorliegt, von der Staatsmacht kriminalisiert werden, ist eine bodenlose Unverschämtheit seitens der Polizei.
Solidarität mit Ultras Leverkusen!

Unser aller Kampf gegen staatliche Repression und die perversen Auswüchse des von geldgierigen Managern und Firmen zerfressenen modernen Fußballs muss und wird mit aller Härte bis zum bitteren Ende fortgesetzt werden. Es ist auch und gerade an uns, den Weekend Brothers – Ultras Wolfsburg, zu betonen, dass wir Anhänger unseres Vereins sind, nicht Kunden einer GmbH oder Jubelautomaten für einen scheinbar übermächtigen Hauptsponsor. Wir sagen geschlossen „Nein!“ zu Polizeiwillkür und Kommerzialisierung unseres Sports.
Wir wenden uns entschlossen gegen Stadionverbote und Zerstörung gewachsener Fankultur.

„NO AL CALCIO MODERNO!“

Weekend Brothers – Ultras Wolfsburg
im März 2007

MichaelBlock 27
28.03.2007, 08:48
Der SWR berichtet schon seit gestern von den Leverkusener "Hooligans" :rolleyes:

Schon immer seih es durch die Leverkusener zu Schlägereien rund ums Stadion gekommen. Erst letzte Saison hätten !!!15!!! Lev-Hools die Polizei in Atem gehalten :eek: :rolleyes:

Und das alles bei den soooooo friedlichen Mainzern, die nur Spaß, Karneval und Fußball im Kopf haben. Mainzer die niemals auf die Idee kämen gewalttätig gegenüber anderen Fans zu werden.

Danke im Voraus an die Mainzer Polizei für ihren unermüdlichen Einsatz die Landeshauptstadt Mainz vor den gefährlichen Fußballfans zu schützen!!!

Und Danke an den SWR, der durch solche sehr gut recherchierte Berichte, die Stimmung nicht weiter anheizt und auf die Gefahr schon im Vorfeld hinweist.